Nach mehr als 110 Jahren wurden die beiden Haustüren der Villa im September 2026 umfassend restauriert. Dabei wurden Holzbauteile erneuert, der Anstrich aufgearbeitet und die Türen energetisch ertüchtigt.
1912 wurden die beiden Haustüren im Treppenturm der Villa eingebaut. Im September 2026 war es Zeit für eine Generalsanierung. Die Türen wurden ausgebaut und in die Werkstatt transportiert. Dort wurden sie demontiert, geschliffen und beschädigte Füllungen sowie die alten Wetterschenkel durch neue ersetzt.
Federführend bei der gesamten Sanierung war die Firma Lehretz Holzarbeiten aus Arzberg. Fünf Tage waren dafür eingeplant. Das war durchaus sportlich, hat dank flexibler Arbeitszeitgestaltung sehr gut funktioniert.
Trockenzeiten
Das größte Problem waren die Trocknungszeiten der Farbe, die unter idealen Bedingungen mit acht Stunden angegeben werden. Da die Temperaturen Ende September bereits niedrig waren und die Luftfeuchtigkeit an zwei Tagen ebenfalls hoch war, dauerte das Trocknen länger als erwartet. Zwei Anstriche waren vorgesehen: zum Schutz des Holzes und für einen deckenden Anstrich.
Am stärksten mitgenommen war die Nebeneingangstür auf der Nordseite. Sie hatte im Laufe der Jahre ihren Wetterschenkel praktisch komplett verloren. Im Rahmen einer schnellen Reparatur war bereits eine Platte aufgeschraubt worden, die allerdings nicht besonders ansprechend aussah. Im Zuge der Sanierung wurde dieser Bereich nun vollständig instand gesetzt. Damit sind sowohl die Haupteingangstür als auch die Nordtür wieder in einem guten Zustand.
Viele Gewerke
Die Herausforderung bei der Sanierung historischer Türen in einem alten Gebäude ist das Zusammenspiel vieler Gewerke. Es geht eben nicht nur um die Holzarbeiten. Auch alte Kastenschlösser und Metallgitter müssen saniert, Fensterkitt ausgebessert und Malerarbeiten ausgeführt werden. Nach hundert Jahren ist außerdem nicht mehr überall gewährleistet, dass der Türrahmen sicher im Mauerwerk verankert ist – gerade im unteren Bereich, in dem Regen an Holz und Putz gearbeitet hat. Dann kommen gegebenenfalls das Ersetzn von weggegammlten Holzrahmenteilen, Putz- und Maurerarbeiten und das Ausbessern der Fassadenfarbe hinzu, wenn des gut werden soll.
Neue, moderne Dichtungen sperren Kälte aus
Beide Türen wurden außerdem mit Absenkdichtungen sowie Silikondichtungen in den Türfalzen energetisch ertüchtigt. Die Nordtür gewährt direkten Zugang zu den Stellflächen für die Fahrzeuge und wird von den Bewohnern des Hauses hauptsächlich genutzt. Sie erhielt deshalb zusätzlich einen hydraulischen Türschließer, sodass sie im Winter selbstständig schließt.
Für den Wetterschutz wurde bereits 2025 ein Vordach aus verzinktem Stahl und Lichtwellplatten über der Tür angebracht.
Impressionen Sanierungsprozess:
01 Haupteingangstüre vor und nach der Sanierung:

02 Nordtüre alt und neu:

03 Schutz der Nortüre mit Holzplatte im unteren Teil und Wetterschutz mit neuem Vordach.

04 Collage Renovierungsprozess

